Qing shi 情詩

by Cao Zhi 曹植 (192–232)

Dynasty: Cao Wei 曹魏 (220–265)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Weishi 魏詩 7.459.

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  • Erwin von Zach (1872–1942): Beschreibung meiner Gefühle
    Eine kleine Wolke verdunkelt die Sonne; ein kühler Wind weht durch mein Gewand. Wandernde Fische suchen sich im durchsichtigen Wasser zu verbergen; kreisende Vögel fliegen bis ans blaue Firmament. Weit von der Heimat lebe ich in der Fremde; durch Pflichten bin ich hier festgehalten und kann nicht heimkehren. Als ich zuerst die Heimat verliess, bildete sich gerade strenger Frost (es war zur Winterszeit); jetzt wird hier der glänzende Tau (von der Morgensonne) schnell aufgesogen (d.h. es ist Sommer geworden). Der Wanderer in der Fremde denkt mit Seufzen and die Ode Shu-li des Shih king (Legge IV 110; die sich auf die traurigen Verhältnisse in der Hauptstadt bezieht); die in der Heimat Gebliebenen singen das Lied Shih-wei (Legge IV 59; d.h. sie klagen, dass die Krieger aus Feindesland noch nicht zurückgekehrt sind). Gerührt sitze ich zusammen mit einem herrlichen Gast (aus der Heimat); ich bin voll Kummer und mein Herz ist schmerzbeladen.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 530.

微陰翳陽景。清風飄我衣。 遊魚潛綠水。翔鳥薄天飛。 眇眇客行士。遙役不得歸。 始出嚴霜結。今來白露晞。 遊子歎黍離。處者歌式微。 慷慨對嘉賓。悽愴內傷悲。