浮萍篇
Cao Zhi 曹植 (192–232)
浮萍寄清水。隨風東西流。 結髮辭嚴親。來為君子仇。 恪勤在朝夕。無端獲罪尤。 在昔蒙恩惠。和樂如瑟琴。 何意今摧頹。曠若商與參。 茱萸自有芳。不若桂與蘭。 新人雖可愛。無若故所歡。 行雲有返期。君恩儻中還。 慊慊仰天歎。愁心將何愬。 日月不恒處。人生忽若寓。 悲風來入懷。淚下如垂露。 發篋造裳衣。裁縫紈與素。
Verstossen I. Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Blüthen chinesischer Dichtung. Magdeburg: Commissionsverlag: Faber'sche Buchdruckerei, A. & R. Faber, 1899. p. 21.
Die Wasserlinsen schwimmen auf dem Teiche Und weh'n vereint nach Ost und Westen hin. Seit ich schied aus des Vaters Machtbereiche, Durch Hochzeit meinem Mann vereint ich bin. Bei Tag und Nacht nur auf sein Glück besonnen, Nichts liess ich je zu schulden kommen mir. So hatt' ich seine Neigung einst gewonnen: Wie Harf' und Laute harmonirten wir. Was hat jetzt seine Liebe so verdunkelt, Dass er mich von sich stiess und weilt so fern, Orion gleich, der nur des Abends funkelt Und niemals schaut den hellen Morgenstern? Der Essigbaum, auch er pflegt zu erblühen, Doch anders blühen Zimmt und Orchideen. Man kann auch für den zweiten Mann erglühen, Doch erste Lieb' ist stets ganz anders schön. Die flieh'nden Wolken kehren oft zurücke, Wie, – wenn des Gatten Lieb' zurück mir käm', – Ich seufze, himmelwärts gewandt' die Blicke, Weiss nicht, wo für den Schmerz die Wort' ich nehm'. Es eilt der Mond, die Sonn' unstätig weiter; Der Menschen Leben ist ein flüchtig Wall'n. Es klagt der Wind und dringt in meine Kleider; Thautropfen gleich die Thränen mir entfall'n. Mein Körbchen hol' hervor ich mir und nähe Am Seidenkleid, - ein Trost in meinem Wehe.