要望之過我廬
Wang Anshi 王安石 (1021–1086)
念子且行矣,要子過我廬。
汲我山下泉,煮我園中蔬。
知子有仁心,不忍鉤我魚。
我池在人境,不與獱獺居。
亦復無蟲蛆,出沒爭腐餘。
食罷往遊觀,鱍鱍藻與浦。
清波映白日,擺尾揚其鬚。
豈魚有此樂,而我與子無。
擊壤謠聖時,自得以為娛。
Einladung Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Dichtungen der Tang- und Sung-Zeit, Veröffentlichungen des Seminars für Sprache und Kultur Chinas an der Hamburgischen Universität. Hamburg: Friederichsen, de Gruyter & Co., 1929. p. 121f.
Daß du eine Reise planst,
Habe ich vernommen.
In mein Häuschen sicher kannst
Auf der Fahrt du kommen.
Aus dem Quell am Bergesfuß
Sollst du dich erlaben
Und Gemüs' im Überfluß
Aus dem Garten haben.
Dein Erbarmen für das Tier,
Freund, gar wohl versteh' ich,
Drum zum Fischeangeln hier
Wärest du nicht fähig.
Wisse, es gehört mein Teich
Zu dem Menschenreiche,
Und er ist darum nicht gleich
Einem Otternteiche.
Würmer und Insekten auch
Wirst du nicht entdecken,
Die sich aus der Fäulnis Hauch
Oft entgegenstrecken.
Nach dem Essen schaun uns laß,
Wie die Fische hüpfen,
Und wie sie durch Schilf und Gras
Leicht beweglich schlüpfen.
Es erstrahlt die grüne Flut
Weiß im Sonnenglanze:
Fischlein auf die Kiemen tut,
Schlägt mit seinem Schwänze.
Sollten denn die Fische nur
Solche Lust genießen,
Und uns beiden die Natur
Den Genuß verschließen?
Woll'n die Erde schlagen und
Von den Heil'gen singen.
Das wird uns zur guten Stund'
Lust und Freude bringen.