有感
Wang Anshi 王安石 (1021–1086)
憶昔與胡子,戲娛西城幽。
放斥僕與馬,獨身步田疇。
牛竪歌我旁,聽之為久留。
一接田父語,嘆之勝王侯。
追逐恨不恣,暮歸輒懷愁。
顧常輕千乘,只願足一丘。
子時怪我少,好此寂寞遊。
笙簧不入耳,又不甘醪羞。
那知抱孤傷,罷頓不能遒。
世味已鮮少,但餘野心稠。
乖離今十年,班髮滿我頭。
昔興亦略盡,食眠常百憂。
每逢佳山水,欲往輒復休。
方壯遂如此,況乃高春秋。
Erinnerung Alfred Forke (1867–1944)
— in: Forke, Alfred. Dichtungen der Tang- und Sung-Zeit, Veröffentlichungen des Seminars für Sprache und Kultur Chinas an der Hamburgischen Universität. Hamburg: Friederichsen, de Gruyter & Co., 1929. p. 122-124.
Ich denke noch, wie ich einstmals
Mit Hu, dem Freunde mein,
Vergnügt in der Weststadt gewandert
Durch öde Länderei'n.
Die Diener und die Pferde,
Die hatt' ich geschickt nach Haus.
So zog ich frei und ledig
Wohl in die Felder hinaus.
Es sang an meiner Seite,
Sein Lied der Ochsenknab',
Den, um noch mehr zu hören,
Zurück ich gehalten hab'.
Und mit den Bauern ließ ich
In ein Gespräch mich ein,
Viel glücklicher, ach, glaubt' ich
Als König und Fürst zu sein.
Doch leider konnte ich ihnen
Nicht folgen, wie mir beliebt:
Am Abend kehrten heim sie,
Darob war ich oft betrübt.
Zu jener Zeit ich wenig
Nach Macht und Ansehn frug.
Ein Acker auf einem Hügel,
Das war für mich genug.
Mein Freund, der war verwundert
Und meinte, ich sei noch jung
Und liebte wohl deswegen
Die einsame Wanderung.
Konzerte mit Flöten und Pfeifen
Begeisterten mich nicht,
Und wenig konnten mich reizen
Gelage und Schaugericht.
Ich hatte geheime Schmerzen,
Doch wem war das bekannt?
Denn schwächlich war mein Körper
Und ohne Widerstand.
Drum hatte ich für die Genüsse
Des Lebens nur wenig Sinn,
Und immer wieder zog es
Zur Einsamkeit mich hin.
Seit jener Zeit sind verflossen
Jetzt wohl bereits zehn Jahr,
Ich habe auf meinem Haupte
Schon grau gemischtes Haar.
Die Lust, die ich einst empfunden,
Ist beinah' ganz vorbei,
Und selbst im Schlafe lassen
Die Sorgen mich nicht frei.
Nur wenn einen Berg ich sehe
Von fern oder schönen Bach,
So möcht' ich zu ihm eilen,
Doch läßt der Wunsch bald nach.
So bin ich stets gewesen
In meiner Jugendzeit,
Und auch das Alter raubte
Mir nicht die Empfänglichkeit.