Gu shi shi jiu shou (5) "Xi bei you gao lou" 古詩十九首 (其五) "西北有高樓"

by Anonymous (Lu Qinli)

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Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Hanshi 漢詩 12.330.

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  • Jochen Kandel : Im Nordwesten gibt's ein hohes Haus
    in: Kandel, Jochen. Sinesisches Liebesbrevier. Gedichte aus dem alten China. Würzburg: Selbstverlag, 1995. p. 125.
  • Franziska Meister (1908–?) and Arthur Waley (1889–1966): Siebzehn alte Gedichte "Ein hohes Haus steht im Nordwesten"
    in: Waley, Arthur and Meister, Franziska. Chinesische Lyrik aus zwei Jahrtausenden. Ins Deutsche übertragen von Franziska Meister. Hamburg: Marion von Schröder Verlag, 1951. p. 56.
  • Richard Wilhelm (1873–1930): Das Lied
    Dort droben steht ein hohes Haus, Das ragt zu den schwebenden Wolken auf, Die Fenstergitter glänzen bunt, Drei Marmortreppen führen hinauf. Oben zur Laute ein Lied ertönt, Wie klingt es so traurig und sehnsuchtsschwer! Das Mädchen singt eine Melodie, Als gäbe es keine Hoffnung mehr. Der Wind trägt die reinen Klänge fort, Doch mitten im Lied, da zögert sie jäh Und rührt die Saiten immer aufs neu In überströmendem Herzensweh! Ach nicht ihr Lied mir wehe tut, Mich drückts, daß niemand sie will verstehn. Ich wollt, wir wären zwei Vögel Und flögen hinauf zu den ewigen Höhn.

    in: Wilhelm, Richard. Chinesisch-Deutsche Jahres- und Tageszeiten. Lieder und Gesänge. Jena: Eugen Diederichs, 1922. p. 57.
  • Erwin von Zach (1872–1942): Neunzehn alte Gedichte "Im Nordwesten findet sich ein hohes Gebäude"
    Im Nordwesten findet sich ein hohes Gebäude; es reicht bis zu den treibenden Wolken hinauf. Die Fenster sind durchwegs mit Schnitzereien geschmückt, die an bunte Seide erinnern; drei Treppen hoch findet sich ein offener Pavillon. Von dort oben ertönt ein Saitenspiel und Gesang; wie traurig erklingt doch Musik und Stimme! Wer könnte wohl dieses Lied gedichtet haben? Vielleicht die Witwe des Ch'i Liang (Legge II 434). Ihre reinen, traurigen Töne verbreiten sich mit dem Winde; im mittleren Teile des Liedes bleibt die Sängerin (die Melodie wiederholend) lange verweilen. Beim Vortrag der Musik seufzt sie wiederholt laut auf; es sind Klänge von rührender Betrübnis. Ich traure weniger über den Kummer der Sängerin als darüber, dass (ausser mir) keine Musikkenner anwesend sind. Ich möchte zusammen mit ihr zu einem Paar singender Kraniche werden, die ihre Flügel ausbreiten und sich hoch in die Lüfte erheben.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 514f.

西北有高樓。上與浮雲齊。 交疏結綺窗。阿閣三重階。 上有絃歌聲。音響一何悲。 誰能為此曲。無乃杞梁妻。 清商隨風發。中曲正徘徊。 一彈再三歎。慷慨有餘哀。 不惜歌者苦。但傷知音稀。 願為雙鴻鵠。奮翅起高飛。