Qing ying 青蠅

by Anonymous (Shijing)

Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)

Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 489.

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  • Johann Cramer : Die grünen Mücken
    Die grünen Mücken schwärmen, Und lagern sich auf allen Hecken. O guter Fürst, dich irr' es nicht, Hör' nimmer, was Verläumdung spricht! Die grünen Mücken schwärmen Und heben hoch sich in die Lüfte, Und hängen wie ein Schleier dicht Sich zwischen Aug' und Tageslicht. Die grünen Mücken schwärmen Und lassen am Palast sich nieder. O, hör' nicht, was ihr Schwirren spricht, Und dein Vertraun entzieh' mir nicht! Wohin sich nur die Mücke setzt, Da läßt sie Schmutz zurück, Und hat in einem Augenblick Das reine Weiß verletzt, Und setzt sie sich auf Schwarz, So macht sie's weiß wie blankes Harz. Wohin sich nur die Mücke setzt, Da läßt sie Schmutz zurück; Sie hat ein ungemein Geschick, Daß doppelt sie verletzt. Nun hat sie's Schwarze abgethan, Und schwärzet dann das Weiße an, – Verläumdung dich erkenn' ich dran!

    in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 178f.
  • Günther Debon (1921–2005): Die Fliegen
    in: Debon, Günther. Mein Weg verliert sich fern in weißen Wolken. Chinesische Lyrik aus drei Jahrtausenden. Heidelberg: Verlag Lambert Schneider, 1988. p. 32.
  • Jochen Kandel : Die Schmeissfliegen
    in: Kandel, Jochen. Sinesisches Liebesbrevier. Gedichte aus dem alten China. Würzburg: Selbstverlag, 1995. p. 83.
  • Friedrich Rückert (1788–1866): Die grünen Mücken
    Die grünen Mücken schwirren, Auf allen Zäunen lagert sich ihr Thor. O bester Fürst, laß dich nicht irren, Gib der Verläumdung nicht dein Ohr! Die grünen Mücken schwirren, Und schwingen hoch sich in die Luft empor, Im ganzen Land berückend flirren Sie vor den Augen wie ein Flor. Die grünen Mücken schwirren, Und lagern sich vor des Palastes Thor. Sie wollen dir den Sinn verwirren; Weh, wenn ich dein Vertraun verlor! Wo die Mücke sitzet, Alles ja beschmitzet Alles ja beschmitzt ihr Steiß. Hat sie sich gesetzt auf Weiß, Wird aus gift'gem Herzen Sie das Weiße schwärzen; Sitzet sie auf Schwarz, so macht sie's weiß. Wo die Mücke sitzet, Alles das beschmitzet Ja beschmitzt ihr garst'ger Steiß. Wie sie's nur zu machen weiß?, Schwarzes auszumerzen, Weißes auzuschwärzen, Das ist der Verläumdung arger Fleiß.

    in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 252f.
    in: Wentzel, Julius. Am Liederquell der Völker. Die klassische Lyrik der Weltliteratur. Leipzig: R. Voigtländer's Verlag, 1912. p. 11.
    Note that in "Am Liederquell der Völker" the translation covers stanza 1 -3 of the german translation.
  • Victor von Strauß (1809–1899): Verläumder
    Sumsend setzen blaue Fliegen Sich wol auf den Zaun. O du gnadenreicher Herrscher, Wolle nicht Verläumdern trau'n. Sumsend setzen blaue Fliegen Sich an Dorngesträuch. Der Verläumder ist kein Ende, Bringen Wirrsal in das Reich. Sumsend setzen blaue Fliegen Sich am Hafelstrauch. Der Verläumder ist kein Ende, Brachten Zwift uns beiden auch.

    in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 364.

營營青蠅 ,止于樊。 豈弟君子,無信讒言。 營營青蠅 ,止于棘。 讒人罔極,交亂四國。 營營青蠅,止于榛。 讒人罔極,構我二人。