Gu shi shi jiu shou (13) "Qu che shang dong men" 古詩十九首 (其十三) "驅車上東門"

by Anonymous (Lu Qinli)

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Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Hanshi 漢詩 12.332.

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  • Albert Ehrenstein (1886–1950): Chinesisches Volkslied
    in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 292.
  • Alfred Forke (1867–1944): Aus Liedern der Han Zeit, I: "Wohl nach dem Ostertore den Wagen gelenkt ich hab'"
    Wohl nach dem Ostertore Den Wagen gelenkt ich hab' Und sah in der Ferne liegen Gen Norden manches Grab. Es säuselte und seufzte Der weiße Pappelhain, Zypressen und Pinien schlossen Die breite Straße ein. Darunter war seit Jahren Gar mancher zur Ruh gebracht, Gebettet in tiefem Dunkel Umgeben von ewiger Nacht. Dort schlummern sie, wo rieselt Der Gelben Qualle Lauf, Und auch nach tausend Jahren Wacht keiner wieder auf. Gewaltig wogen und wallen Die Kräfte der Natur. Die Lebensjahre gleichen Dem Morgentaue nur. Kurz ist der Menschen Leben, Ein flüchtiger Aufenthalt, Nicht fest wie Erz und Felsen Die alternde Gestalt. Wohl nach zehntausend Jahren Begräbt man die Toten noch. Selbst Weise und Heilige müssen Sich beugen diesem Joch. Zwar will man durch Elixiere Erlangen göttliche Kraft; Gar manchen schon hat betrogen Sein Glaube an solchen Saft. Drum laßt uns lieber statt dessen Genießen den schönen Wein Und festlich dazu uns kleiden In Seide weiß und rein.

    in: Forke, Alfred. Dichtungen der Tang- und Sung-Zeit, Veröffentlichungen des Seminars für Sprache und Kultur Chinas an der Hamburgischen Universität. Hamburg: Friederichsen, de Gruyter & Co., 1929. p. 8f.
  • Franziska Meister (1908–?) and Arthur Waley (1889–1966): Siebzehn alte Gedichte "Ich lenke den Wagen zum östlichen Tor"
    in: Waley, Arthur and Meister, Franziska. Chinesische Lyrik aus zwei Jahrtausenden. Ins Deutsche übertragen von Franziska Meister. Hamburg: Marion von Schröder Verlag, 1951. p. 59.
  • Peter Olbricht (1909–2001): Gräber
    in: Gundert, Wilhelm. Lyrik des Ostens. München: Carl Hanser Verlag, 1952. p. 261f.
  • Ernst Schwarz (1916–2003): Aus den "Neunzehn alten Gedichten": Vom Menschenglück
    in: Schwarz, Ernst. Chrysanthemen im Spiegel. Klassische chinesische Dichtungen. Berlin: Rütten & Loening, 1969. p. 116.
  • Erwin von Zach (1872–1942): Neunzehn alte Gedichte "Ich treibe meinen Wagen hinauf auf das Osttor"
    Ich treibe meinen Wagen hinauf auf das Osttor; aus der Ferne blicke ich hinüber nach den Gräbern im Norden der Aussenstadt. Wie rauschen die dortigen Silberpappeln! Zypressen säumen den breiten Weg (zu den Gräbern) ein. Unten in den Gräbern liegen die schon lange Verstorbenen; für immer sind sie in die lange Grabesnacht hinübergegangen. Sie schlafen verborgen in der Unterwelt bei den "Braunen Quellen"; in tausend Jahren werden sie noch immer nicht aufgewacht sein. Die beiden Naturprinzipien Yin und Yang (Licht und Dunkelheit) sind in fortwährendem Wechsel begriffen; das menschliche Leben ist wie Morgentau (der schnell in der Sonne vertrocknet). Es geht vorüber wie ein kurzer Besuch; es besitzt nicht die Dauerhaftigkeit von Erz und Stein. Diese können zehntausend Jahre überdauern, aber selbst die weisesten und würdigsten Männer können ein so hohes Alter nicht erreichen. Viele von jenen, die Lebenselixiere essen, um unsterblich zu werden, werden durch diese Arzneien geschädigt (betrogen). Besser ist es daher guten Wein zu trinken und sich in Seidengaze und Brokat zu kleiden.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 518.

驅車上東門。遙望郭北墓。 白楊何蕭蕭。松栢夾廣路。 下有陳死人。杳杳即長暮。 潛寐黃泉下。千載永不寤。 浩浩陰陽移。年命如朝露。 人生忽如寄。壽無金石固。 萬歲更相送。賢聖莫能度。 服食求神仙。多為藥所誤。 不如飲美酒。被服紈與素。