Mao qiu 旄丘
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 92-95.
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Johann Cramer : Zwangsreise, 2. "Es wächst da droben das Bäumchen Ko"
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Es wächst da droben das Bäumchen Ko Auf dem kleinen Hügel Mo-Kio, Es sprossen dran gar lange, lange Ranken, O Schu-Ki und o Pei-Hi! Wie lange säumt ihr, Mögt doch nicht im Vorsatz wanken! Es wächst da droben das Bäumchen Ko Auf dem kleinen Hügel Mo-Kio, Es sprossen dran gar lange, lange Ranken. O Schu-Hi und Pe-Hi! Kommt eure Hülfe? wie? Mögt nicht so unbeständig schwanken! Es wächst da droben das Bäumchen Ko, Wo sind, wo, DIe Hülf' uns zugesaget? O Schu-Hi und o Pe-Hi! Wie, o wie Seid ihr denn so verzaget? Es ist geworden Kahl Der Fuchspelz unsres Kleides und fahl. O Schu-Hi, was weilst du noch? O Pei-Hi, was zögerst du doch? Nicht stecken geblieben Sind unsre Wagen im Morast, Doch, ach, ihr Lieben Uns stcken laßt! Wird sind umhergetrieben, Und nichts ist uns geblieben, Von Hof und Haus, Wir rufen euch, doch ihr seid taub, Und statt der Antwort lachet ihr, Wie Taube thun, uns aus.–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 25f.
Note the text which precedes the translation: "Der nämliche Fürst wandte sich auf der Flucht nach dem Reiche Wei, wo die beiden Edeln, Schu-Hi und Pei-Hi ihm die Zusage gegeben hatten, ihm beizustehn." -
Albert Ehrenstein (1886–1950): Freunde in Not
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in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 78. -
Heide Köser : Steiler Hügel
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 36. -
Ernst Meier (1813–1866): Der Fürst, der sich auf der Flucht an die beiden Edlen Schu-hi und Pe-hi gewandt
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Auf dem Hügelein Mo-kio Wächst das Epheubäumchen Ko, Sendet weithin weithin seine Schossen. O Schu-hi, und o Pe-hi! Wie viel Tage, ach, sind schon verflossen! Ist doch unser Fuchspelzkleid Glatt und haarlos allerseit, Nicht weil ausgeblieben unsre Wagen: Sondern weil die Edlen beid' Nicht vereint mit uns zu handeln wagen. Irrend sind wir und zerstreut, Sind geringe, schwache Leut', Kommen wir, wie Taube thut ihr's machen Ihr Schu-hi mitsammt Pe-hi, Nehmt uns auf mit abgeschmacktem Lachen.–
in: Meier, Ernst. Morgenländische Anthologie. Klassische Dichtungen aus der sinesischen, indischen, persischen und hebräischen Literatur. Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, 1875. p. 31.
Excerpt only. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Nothreise, 2. "Droben wächst das Bäumlein Ko"
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Droben wächst das Bäumlein Ko Auf dem Hügelein Mo-Kio, Lässet lange lange Ranken sprossen. O Schu-Ki und o Pe-Hi! O wie lange säumen sie, Lange lange Tage sind verschlossen. Droben wächst das Bäumlein Ko Auf dem Hügelein Mo-Kio, Treibet seine langen Sprossen. O Schu-Ki und o Pei-Hi! Kommt ihr uns zur Hülfe nie? Seid ihr so verdrossen? Droben wächst das Bäumlein Ko. Wo sind, wo, Unsre Bundesgenossen? O Schu-Hi und o Pei-Hi! Wie, o wie Seid ihr so verdrossen! Unsres Kleides Fuchspelz hat Sich gehärt und abgerieben. O Schu-Hi, wie lang den Rath! O Pei-Hi, wie lang die That Wollt ihr noch verschieben! Unsre Wagen sind im Koth Unterwegs nicht stecken blieben; Aber stecken in der Noth Lassen uns die lieben. Wir vertriebnen, umgetriebnen, Aufgeriebnen, Müden, schwachen, Rufen euch; doch ihr, die taubgebliebnen, Gebt uns, wie es Taube machen, Satt der Antwort ein nichtssagend Lachen.–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 42f.
There is a note by the translator which precedes the translation: "Als derselbe Fürst auf der Flucht sich nach dem Reiche Wei wandte, wo die beiden Edlen, Schu-Hi und Pei-Hi, ihm Beistand zugesagt hatten." -
Victor von Strauß (1809–1899): Klage der Räthe von Li über die Räthe von Wei wegen nicht geleisteten Beistandes
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Das Ko an seiner Bergeshalden Flanken, Wie weit hinaus erstreckt es seine Ranken! Und o ihr Räthe, jung und alt, Wie viele Tage schon versanken! Warum sie sich nicht regen, ja? Sie sehn wol Hülf' entgegen, ja! Warum sie Aufschub machen, ja? Sie haben wol Ursachen, ja! Schon sind die Fuchspelz' abgetragen; Sind nicht im Osten unsre Wagen? Und o ihr Räthe, jung und alt, Ihr scheinet nichts nach uns zu fragen! Ein schwacher Rest, die Letzten schier, Sind der Zerstreuung Kinder wir; Und o ihr Räthe, jung und alt, Ihr prunkt verstopften Ohres hier!–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 107.
旄丘之葛兮,何誕之節兮。 叔兮伯兮,何多日也。 何其處也,必有與也。 何其久也,必有以也。 狐裘蒙戎,匪車不東。 叔兮伯兮,靡所與同。 瑣兮尾兮,流離之子。 叔兮伯兮,褎如充耳。